Kunst von Algorithmen basierend auf: Box Fitting Image, j.tarbell, May, 2004, Albuquerque, New Mexico, complexification.net

(Un)ergründlich. Künstliche Intelligenz als Ordnungsstifterin

Symposium am 18. Oktober 2018 im silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

 
 

Thema

Stiftet in Zukunft Künstliche Intelligenz Ordnung und Sinn für uns Menschen, so wie es traditionell Religion und Staat getan haben und weiterhin tun? Autonom fahrende Fahrzeuge, selbstregulierende städtische Infrastrukturen oder intelligente Haushaltsgeräte sind nur einige Beispiele für die neuen digitalen »Superhirne«, die den menschlichen Alltag von Entscheidungen entlasten. Vorhersagen auf Basis komplexer Massendaten, algorithmische Entscheidungsfindung und sensorbasierte Automatisierung dringen immer weiter in unsere Lebenswelt vor. Für die breite Masse der Bevölkerung und selbst für Expert:innen sind die dahinterstehenden Prozesse oft nicht nachvollziehbar.

Das Symposium untersucht das Entstehen von »intelligenten« Ordnungssystemen und thematisiert im Vergleich zu anderen Ordnungssystemen wie Religion und Staat zum einen den Wandel von Entscheidungsprozesse und zum anderen die sinn- und ordnungsstiftende Dimension von Künstlicher Intelligenz. Die Veranstaltung verfolgt dabei das Ziel, die in diesen Entwicklungen liegenden Chancen und Herausforderungen für das Verhältnis von Politik, Wirtschaft und Bürger:innen zu identifizieren und einer breiten Öffentlichkeit kenntlich zu machen.

Die interdisziplinäre Veranstaltung mit internationalen Expert:innen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kombiniert Vorträge mit reflexiven Podiumsdiskussionen. Außerdem gibt es Exponate vor Ort: KI-Demonstratoren und Videoinstallationen geben der Black-Box KI ein Gesicht und eine Stimme. Zum Ausklang des Symposiums reflektieren FOKUS und ÖFIT im Rahmen eines Salonformats unter Kuration von STATE Experience Science mit Künstler:innen über den Tag.

Mit der Kombination dieser verschiedenen Formate wollen wir dem Publikum die abstrakten und komplexen Entwicklungen im Feld der KI näherbringen und durch Erfahrung und Irritation neue Denkräume anstoßen. Ein so vermitteltes Grundverständnis für die Chancen und Risiken der mit KI verbundenen digitalen Transformationen soll zur politischen Diskussion über Interessen und Schutzbedarfe anregen und passende Antworten des Staates für die damit verbundenen Herausforderungen identifizieren helfen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Zum Anmeldeformular

Bei Fragen zur Veranstaltung kontaktieren Sie bitte

Dr. Karoline Krenn
Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)
karoline.krenn@fokus.fraunhofer.de

 

Programm

9:30 Einlass und Registrierung

  • Prof. Dr. Peter Parycek , Kompetenzzentrum Öffentliche IT
  • Dr. Karoline Krenn , Kompetenzzentrum Öffentliche IT

Session I fragt danach, was in unserer Gesellschaft Ordnung schafft: Religion, Staat oder Technologie? Wie kann Künstliche Intelligenz gesellschaftliche Probleme lösen? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat ein Ordnen der Gesellschaft durch KI?

Keynote
  • Prof. Dirk Baecker , Universität Witten-Herdecke
    "Ordnung und Unordnung in der Gesellschaft mit Blick auf Religion, Staat und Technologie"
Impulsvorträge
  • Prof. Dr. Astrid Schwarz, BTU Cottbus Senftenberg
    "KI-Dinge: Ein-/Aus-/An-/Ab-/Um-/Zu-/Ver-/Ordnung"
  • Prof. Dr. Harald Peter Mathis, Fraunhofer-Anwendungszentrum SYMILA
    "KI für Mensch und Tier?"

mit den Vortragenden diskutieren

  • Ingo Dachwitz, netzpolitik.org
  • Tobias Wangermann, Konrad-Adenauer-Stiftung

Moderatorin: Prof. Dr. Jeannette Hofmann

12:00 Mittagspause

Session II erkundet, wie einerseits die Automatisierung von Prozessen und Entscheidungen, die bislang noch menschlichem Ermessen unterliegen, unsere Kultur und Lebenswelt verändert und welchen Einfluss andererseits Kultur und Gesellschaft auf die konkrete Ausgestaltung Künstlicher Intelligenz haben.

Keynote
  • Prof. Robert Geraci, PhD , Manhattan College New York
    "Recoding Religion. Theological Renderings of Artificial Intelligence and the Future of Society"
Impulsvortrag
  • Dr. Stefan Ullrich, Weizenbaum Institut
    "Calculemus! Ausrechnen statt Entscheiden"
  • Valerie Mocker, nesta
    "Wenn du nicht mehr weiter weißt, am besten: Testen."

mit den Vortragenden diskutieren

  • Lorena Jaume-Palasí, AlgorithmWatch
  • Christian Wolter, BAMF

Moderator: Prof. Dr. Peter Parycek

15:00 Kaffeepause

Session III untersucht, inwiefern Künstliche Intelligenz Menschen Orientierung in ihrem Leben bieten kann. Welche Antworten auf die alltagsrelevanten Fragen jedes Einzelnen finden sich in KI-Systemen? Kann KI den Individuen Sinn stiften? Und schließlich: Wie entsteht Vertrauen in KI-Systeme?

Keynote
  • Prof. Dr. Dirk Helbing , ETH Zürich
    "(Wie) Können wir Künstlicher Intelligenz vertrauen?"
Impulsvorträge
  • Prof Dr. Dr. Benedikt Paul Göcke, Ruhr-Universität Bochum
    "Mit dem Terminator an der Theke? Phänomenologische Reflexionen über unseren Umgang mit Maschinen"
  • PD Dr. Andreas Sudmann, Ruhr-Universität Bochum
    "Vertrauen in KI als Medienproblem"

mit den Vortragenden diskutieren

  • Susanne Dehmel, bitkom
  • Lina Ehrig, VZBV
  • Dr. Elsa Kirchner, DFKI

Moderatorin: Vera Linß

17:00 Kaffeepause und Stärkung

Abendveranstaltung

Im Anschluss an die Veranstaltung laden Fraunhofer FOKUS und STATE Experience Science zu einem interdisziplinären Salonabend ein. Eröffnet von einer künstlerischen Performance führt ein Moderator durch eine Paneldiskussion mit Impulsen aus Wissenschaft und Kunst.

Weitere Informationen und die Anmeldung zur Abendveranstaltung finden Sie hier: (Un)ergründlich Salonabend

 

Sprecher:innen

Prof. Dr. Dirk Baecker, Soziologe, lehrt Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke und ist Dekan der Fakultät für Kulturreflexion – Studium fundamentale. Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Köln und Paris-IX (Dauphine). Promotion und Habilitation im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld.
Ingo Dachwitz ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, arbeitet als Redakteur bei netzpolitik.org und engagiert sich beim Verein Digitale Gesellschaft. Er schreibt und spricht über Datenkapitalismus, algorithmische Systeme und den digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Gelegentlich gibt er Workshops für junge und ältere Menschen in digitaler Selbstverteidigung und lehrt im internationalen Studiengang "Digital Media" an der Universität Lüneburg zur politischen Ökonomie digitaler Medien. Ingo Dachwitz war Jugendvertreter in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und ist seit 2016 Mitglied der sozialethischen Kammer der EKD.
Susanne Dehmel ist seit Oktober 2014 Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) und verantwortet den Geschäftsbereich Recht & Sicherheit. Zuvor leitete sie den Bereich Datenschutz. Sie ist Rechtsanwältin und absolvierte ihr Studium in Passau, Freiburg und Cardiff. Bevor sie beim BITKOM den Bereich Datenschutz übernahm, verantwortete sie von 2002-2009 die Bereiche Urheberrecht und gewerblicher Rechtsschutz. Wichtiger Teil ihrer Arbeit sind die Förderung von Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt und die praxisgerechte Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens für die Informationsgesellschaft.
Lina Ehrig Leiterin des Teams Digitales und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und dem Referendariat in Heidelberg und Berlin mit medienrechtlichem Schwerpunkt, begann Lina Ehrig 2007 als Legal Counsel bei der studiVZ Ltd. Sie beschäftigte sich dort vor allem mit datenschutz- und urheberrechtlichen Fragen in Bezug auf Soziale Netzwerke. Seit 2009 ist Lina Ehrig beim Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. tätig, zunächst als Referentin für Telekommunikation und Medien und seit 2013 als Leiterin des Teams Digitales und Medien. Schwerpunkte des Teams sind u.a. Herausforderungen im Umgang mit algorithmenbasierten Entscheidungsprozessen und Künstlicher Intelligenz sowie Datenschutz-, Urheber- und Telekommunikationsrecht.
Prof. Robert M Geraci earned his PhD from the University of California at Santa Barbara and is Professor of Religious Studies at Manhattan College. He is the author of Apocalyptic AI: Visions of Heaven in Robotics, Artificial Intelligence, and Virtual Reality (Oxford 2010), Virtually Sacred: Myth and Meaning in World of Warcraft and Second Life (Oxford 2014), and Temples of Modernity: Nationalism, Hinduism, and Transhumanism in South Indian Science (Lexington 2018). His research has been supported by the U.S. National Science Foundation, the American Academy of Religion, and two separate Fulbright-Nehru research awards. He is an elected Fellow of the International Society for Science and Religion.
Prof. Dr. Dirk Helbing ist Professor für Computational Social Science am Department für Geistes-, Sozial- und Politikwissenschaften sowie Mitglied des Informatikdepartments der ETH Zürich. Im Januar 2014 erhielt Prof. Helbing einen Ehrendoktor der Technischen Universität Delft (TU Delft). Seit Juni 2015 ist er assoziierter Professor an der Fakultät für Technik, Politik und Management an der TU Delft, wo er die Doktorandenschule "Engineering Social Technologies for a Responsible Digital Future" leitet.
Lorena Jaume-Palasí ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von AlgorithmWatch. Sie forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung und befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2018 wurde sie von der EU Kommission in die High Level Expert Group on Artificial Intelligence berufen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. Sie ist eine der 100 Experten der Cotec Foundation für ihre Arbeit zur Automatisierung und Ethik. Sie ist zudem Bucerius Fellow der Zeit Stiftung und hat die Dynamic Coalition on Publicness des UN Internet Governance Forums (IGF) mitgegründet. Lorena ist Mitglied des Beirats der Initiative Code Red gegen Massenüberwachung. Schließlich leitet sie das Sekretariat der deutschen nationalen Sektion des IGF sowie Projekte zur Internet Governance in Asien und Afrika. Lorena wird regelmäßig von internationalen Organisationen, Verbänden und Regierungen konsultiert. Sie ist hat diverse Publikationen zu Internet Governance mitverfasst und herausgegeben und schreibt regelmäßig zu Datenschutz, Privatheit und Öffentlichkeit, öffentlichen Güter und Diskriminierung.
Dr. Elsa Andrea Kirchner born in 1976, received her Diploma (Dipl. Biol.) in 1999 from the University of Bremen, Germany. From 1997 to 2000 she was fellow of the Studienstiftung des Deutschen Volkes. With the help of the Stiftung Familie Klee award she was able to work as a guest researcher at the Department of Brain and Cognitive Sciences, MIT in Boston, USA, from 1999 to 2000. Since 2005, she is staff scientist of the Robotics Lab at the University of Bremen, Germany, leading the Brain & Behavioral Labs. Since 2008, she leads the team Interaction and since 2016 the extended team Sustained Interaction and Learning, at the Robotics Innovation Center of the German Research Center for Artificial Intelligence (DFKI GmbH) in Bremen, Germany. In 2014 she graduated (Dr. rer. nat) in Computer Science at the University of Bremen. Her scientific interests focus on human-machine interaction, cognitive architectures, neuropsychology, and electrophysiological methods. Since 2018 she is a member of Germany's "Platform for Artificial Intelligence" in the working group 6: "Health Care, Medical Technology, Care".
Dr. theol. Dr. phil. Benedikt Paul Göcke, geb. 1981, studierte Philosophie und Theologie in Münster, Oxford und München. Er ist Juniorprofessor für Religionsphilosophie und Wissenschaftstheorie am Lehrstuhl für Philosophisch-Theologische Grenzfragen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und assoziiertes Mitglied der Theologischen Fakultät der Universität Oxford, England. 2018 wurde ihm der Heinz-Maier-Leibnitz Preis der DFG zuerkannt. Göcke forscht zum Deutschen Idealismus, zur analytischen Theologie und zur Anthropologie der Digitalisierung.
Prof. Dr. Harald P. Mathis geboren 1966 in Saarlouis, studierte Physik, Chemie und Biochemie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, wo er 1994 sein Diplom erwarb. Nach verschiedenen Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter promovierte Prof. Dr. Mathis 2000 in Biophysikalischer Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität/Institut für Molekulare Biotechnologie, Jena und am Karolinska-Institut, Stockholm. Er wurde ab 2001 Leiter der Gruppe Adaptive Biophotonik in der ehemaligen Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD), Sankt Augustin und ab 2004 Leiter der Abteilung "Biomolekulare Optische Systeme - BioMOS". Seit 2014 leitet Prof. Dr. Harald P. Mathis parallel das Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA-Systeme für mobile intelligente Systeme und moderne Lebens- und Arbeitswelten in Hamm. Gegenstand der von Prof. Mathis geleiteten Einheiten ist die Konzeption und Realisierung von informationsliefernden Systemen (Geräte, Sensoren, Software) und die Auswertung von Daten und Informationen mit mathematischen Verfahren, darunter auch KI-basierten Methoden. Die Applikationsfelder dieser Systeme sind u.a. die molekulare Informationsverarbeitung, Diagnostik, Telemedizinische Systeme und Telehealth-Portale, KI für Tierwohl.
Valerie Mocker ist Direktorin bei der Innovationsstiftung Nesta. Dort verantwortet sie die europäischen Beziehungen und den Bereich Digitalpolitik. Nesta finanziert, testet und verbreitet Lösungsansätze, mit denen die ganze Gesellschaft von der Digitalisierung und Innovationen profitiert. Auch als Speakerin, Moderatorin und Autorin hilft Valerie Mocker anderen Organisationen Visionen und praktische Werkzeuge zu entwickeln, mit denen aus Digitalisierung Wohlstand für alle entsteht. Valerie Mockers Beiträge erschienen unter anderem bei der OECD, re:publica, CeBit und dem Global Entrepreneurship Congress und in der BBC, The Economist und Die Zeit. Das Magazin Capital nahm Valerie Mocker 2017 in seine "40 unter 40"-Liste auf. Bevor Valerie Mocker 2013 zu Nesta stieß, arbeitete sie u.a. für E.ONs Strategieteam im Bereich Erneuerbare Energien und forschte im Bereich Verhaltensökonomie. Valerie Mocker hat zwei Abschlüsse (summa cum laude) von der University of Oxford.
Prof. Dr. Astrid Schwarz ist interessiert an der Charakterisierung theoretischer und praktischer Wissensformen. In ihrer philosophischen Feldforschung untersucht sie die wechselseitige Beeinflussung von Begriffen und Objekten, von Technik und Umwelt, von künstlerischem und wissenschaftlichem Experimentieren. Seit Februar 2017 ist sie Professorin für Allgemeine Technikwissenschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg. Zuletzt publizierte sie „Experiments in Practice" (2014) und zusammen mit Bernadette Bensaude-Vincent, Sacha Loeve und Alfred Nordmann, „Research Objects in their Technological Setting" (2017).
Andreas Sudmann ist Medienwissenschaftler. Als Privatdozent arbeitet er an der Ruhr-Universität Bochum und vertritt derzeit eine Professur für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Seit vielen Jahren forscht er bereits zu verschiedenen Problemstellungen der KI und des maschinellen Lernens, insbesondere mit Bezug auf künstliche neuronale Netzwerke und vor allem im Bereich Computer Vision. 2017 war er Fellow am Center for Advanced Internet Studies in Bochum, wo er sich speziell mit medienpolitischen Fragen der KI auseinandergesetzt hat. Gemeinsam mit Christoph Engemann ist er Herausgeber des Bandes „Machine Learning. Medien, Infrastrukturen und Technologien der Künstlichen Intelligenz", der 2018 bei Transcript erschienen ist und als erster Überblick im deutschsprachigen Raum gelten kann, Probleme und Aspekte der KI aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive zu erörtern.
Stefan Ullrich ist promovierter Informatiker, Philosoph und Anhalter in der Turing-Galaxis. Er beschäftigt sich kritisch mit den Auswirkungen der allgegenwärtigen informationstechnischen Systeme auf die Gesellschaft. Er forscht und lehrt am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft in Berlin.
Tobias Wangermann wurde 1963 in Leipzig geboren. Er studierte Germanistik, Kunstwissenschaft und Pädagogik in Greifswald, Berlin und Essen. Nach literaturwissenschaftlichen Projekten zur Spätaufklärung und zu Heinrich von Kleist ist er seit 1996 in der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig: Zuerst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Politischen Bildung und seit 2004 in der Hauptabteilung Politik und Beratung. Von 2012 bis 2015 leitete er dort die Stabsstelle Beratungsmanagement. Seit 2015 ist er Leiter des Teams Digitalisierung.
Christian Wolter wurde 1980 in Hannover geboren. Er studierte Betriebswirtschaft (M.A.) in Nürnberg. Nach der Realisierung von IT-Projekten im Bereich Gesundheitswesen und Innovationsmanagement war er als Head of Business Development bei der itonics GmbH unter anderem für die Früherkennung von Innovationstrends zuständig. Seit Anfang 2018 ist er im BAMF tätig und dort mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums der Fachanalytik (Advanced Analytics) betraut.

Exponate

Ein Blick in die Blackbox neuronaler Netze

Neuronale Netze werden heute häufig für die Analyse komplexer Daten eingesetzt – zum Beispiel um in genetischen Informationen Hinweise auf Krankheiten zu entdecken. Letztlich aber weiß niemand, wie diese Netzwerke eigentlich genau arbeiten. Fraunhofer HHI-Forscher haben deshalb eine Software entwickelt, mit der sie in die Black Boxes hineinschauen und deren Arbeitsweise analysieren können. Der Classification-Demonstrator visualisiert, worauf der Blackbox- Algorithmus bei der Analyse von Daten schaut, z.B. bei der Kategorisierung von Alter und Geschlecht der Besucher oder dem Erkennen von handschriftlichen Zahlen.

Das Visual-Question-Answering-System (kurz: VQA) ist in der Lage den Inhalt von Bildern zu analysieren und darauf basierende Fragen zu beantworten. Das heißt, die Künstliche Intelligenz (KI) muss sowohl die Inhalte des Bildes als auch die Frage verstehen, um sinnvoll antworten zu können. Damit die Entscheidung der KI nachvollziehbar ist, werden die Teile im Bild hervorgehoben, die für die Entscheidung besonders relevant waren.

Kuppelprojektion „Kunst von Algorithmen"

basierend auf Konzepten von Jared S Tarbell, aufbereitet von Fabian Manzke und realisiert durch Multi-Projektor-Systeme der Abteilung VISCOM von Fraunhofer FOKUS.

 

 
 
 

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